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Bild - Otto Gansrigler
Interview mit unserem Trainer Franz Ponweiser

SCR-Online-Redaktion: Franz, Du bist heuer die vierte Saison Cheftrainer beim SCR, holtest zwei Meistertitel in Serie und im letzten Jahr als Aufsteiger Rang fünf in der Regionalliga Ost. Wie würdest Du diese Erfolgsgeschichte beschreiben?
Franz Ponweiser: Schnee von gestern im Fußball zählt nur der Moment. Natürlich waren die Erfolge der letzten 3 Jahre prägend und machen besonders stolz, aber man darf sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, muss ständig nach Höherem streben- auch wenn dies manchmal surreal scheint.

SCR-Online-Redaktion: Im vergangenen Sommer gab es innerhalb des Kaders große Veränderungen. Warum hielt man nicht an der erfolgreichen Mannschaft des letzten Jahres fest?
Franz Ponweiser: Einerseits mussten wir verjüngen, andererseits haben wir Spieler verloren, die wir auch gerne gehalten hätten. Wenn jemand unzufrieden ist, dann hat es wenig Sinn diesen Spieler mit allen Mitteln halten zu wollen es gibt Dinge auf die man als Trainer eben wenig Einfluss hat.

SCR-Online-Redaktion: Wie siehst Du den Saisonstart aus Trainersicht?
Franz Ponweiser: Es war mir durchaus bewusst, dass diese Saison die Schwierigste der letzten Jahre werden wird. Unsere Kadergröße ist minimal und wenn dann so wie es nun mal der Fall ist- einige Leistungsträger verletzt oder angeschlagen sind, wird es ganz schwer. Unsere jungen Spieler brauchen noch Zeit, um ihre Leistungen konstanter abrufen zu können- durch den Druck, den wir jetzt schon spüren, wird dies aber immer schwieriger. Fakt ist, dass wir diese Phase halbwegs gut überstehen müssen, um unsere Ziele verwirklichen zu können.

SCR-Online-Redaktion: Was ist in dieser Saison möglich?
Franz Ponweiser: Entscheidend wird die Punkteanzahl sein: Auf der einen Seite werden wir wieder 40 Punkte brauchen, um den Ligaerhalt zu schaffen auf der anderen Seite bist du mit 45 Punkten höchstwahrscheinlich unter den Top 5. Die Liga ist unglaublich ausgeglichen wir müssen aber immer an unsere Leistungsgrenze gehen, am Limit spielen sonst wird es sehr schwer!

SCR-Online-Redaktion: Als welchen Typ von Trainer siehst Du Dich?
Franz Ponweiser: Diese Frage sollten eigentlich meine Spieler beantworten ich gehöre aber bestimmt zur neuen Trainergeneration, versuche sehr selbstkritisch zu sein, bin sehr ehrgeizig aber auch verständnisvoll meine Spieler können sehr offen mit mir reden was ich absolut nicht dulde sind Egoisten im Team, die den persönlichen Erfolg vor den der Mannschaft stellen wollen und Spieler die nicht selbstkritisch denken eine Mannschaft braucht positive Winnertypen, die bereit sind sich verbessern zu wollen!

SCR-Online-Redaktion: Wo siehst Du Dich und den Klub in fünf Jahren?
Franz Ponweiser:  Diese Frage kann ich beim besten Willen nur fiktiv beantworten im Fußball geht es ganz schnell heute bist du der Hero morgen das Gegenteil. Ich
werde aber bestimmt noch irgendwo Trainer sein, weil ich diesen Kick einfach brauche und weiß, dass ich in einer Mannschaft etwas bewegen kann. Der SC Ritzing wird dann hoffentlich noch mindestens in der Regionalliga Ost spielen.

SCR-Online-Redaktion: Hast Du noch einige Worte an die SCR-Anhänger und die Fußballfans im Mittelburgenland?
Franz Ponweiser: Ich wiederhole mich ständig: Im schönsten Stadion des Mittelburgenlandes wird RLO Fußball geboten die Mannschaft spielt fast immer am Limit also was hält einen Fußballfan denn noch ab alle 2 Wochen ein Spiel auf hohem Niveau in guter Atmosphäre zu schauen?- ich weiß es nicht.
Ich hab in Ritzing als aktiver Kicker meistens vor 600 bis 1000 Zuschauern gespielt dies wünsch ich mir auch für unsere Jungs. Wünsche gehen ja manchmal in Erfüllung.